2014 wurde das Telenotarzt-System in der Stadt Aachen eingeführt. Es zielt darauf ab, die mobilen Notarzt-Ressourcen zu entlasten und die Notarztquote bei Rettungseinsätzen zu senken. Hierzu wurde ein System entwickelt, bei dem der Telenotarzt auf der Leitstelle unmittelbar nach dem Eintreffen des Rettungsdienstpersonals am Einsatzort mittels Echtzeit-Übertragung von Vitaldaten sowie Audiokommunikation und Bildmaterial über den Sachverhalt und Patientenzustand informiert wird. Die Notfallsanitäter/innen vor Ort erhalten umgehend medizinisch-fachliche Unterstützung durch den Telenotarzt, sodass eine schnelle und rechtssichere Patientenversorgung gewährleistet werden kann. Das Rettungsdienstpersonal und der Telenotarzt schließen einen Einsatz gemeinsam ab oder Überbrücken mit einem direkten Behandlungsbeginn die Zeit bis zum Eintreffen des mobilen Notarztes. Um eine noch optimalere Patientenversorgung in der gesamten Region gewährleisten zu können, wurde der Telenotarzt-Dienst 2017 auf den Kreis Euskirchen ausgeweitet. Im Kreis Euskirchen sind derzeit fünf Rettungswagen mit Telemedizin-Technik im Einsatz, im Kreis Heinsberg stehen seit Anfang 2018 zwei telemedizinisch ausgestattete Rettungswagen zur Verfügung.