Das Land Nordrhein-Westfalen verlängert die Fördermaßnahme für technische Telemedizinkomponenten und eHealth-Fortbildungen erneut mit zwei Millionen Euro für die Förderung der Telemedizin in der ambulanten Versorgung. „Ich freue mich sehr, dass wir unsere Förderung auch dieses Jahr fortsetzen können. Nach dem Erfolg unseres Förderprogramms 2019 bin ich mir sicher, dass die zusätzlichen Fördermittel auch in diesem Jahr in voller Höhe abgerufen werden“, erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Das Interesse an der Telemedizin steigt mehr und mehr.“
2019 hatten Gesundheitsministerium, Kassenärztliche Vereinigungen, Hausärzteverbände und Krankenkassen gemeinsam ein Förderprogramm für Arztpraxen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Hospize entwickelt, welches die Förderung technischer Telemedizinkomponenten und eHealth-Fortbildungen ermöglicht. Die Nachfrage war so hoch, dass die gesamte Fördersumme eingesetzt werden konnte.
„Telemedizinische Anwendungen stellen – sowohl für Ärzte und Psychotherapeuten, als auch für Patienten – im Versorgungsalltag einen großen Nutzen dar. Dies erkennen wir insbesondere in der aktuellen Situation. Die enorme Nachfrage in den letzten vier Wochen zeigt uns, dass wir mit dem Ausbau der Telemedizin in NRW einen wichtigen Schritt – zur richtigen Zeit – getan haben. Ich begrüße daher die Initiative von Minister Laumann, den Ausbau der Telemedizin in NRW finanziell weiter zu fördern, sehr“, so Thomas Müller, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.
Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, ergänzt: „Gerade im aktuellen Fall des Corona-Virus erleben wir hautnah, wie sinnvoll der Einsatz von telemedizinischen Lösungen das Versorgungsgeschehen ergänzen kann. So bieten etwa Videosprechstunden die Chance, Patienten ohne persönlichen Kontakt in der Praxis zu versorgen, um sie so vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.“
Die Anschubfinanzierung für die Telemedizin in der ambulanten Versorgung ist neben der Gründung des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen ein weiterer Baustein für den Aufbau eines landesweiten digital unterstützten Versorgungsnetzes. Weitere Informationen zum virtuellen Krankenhaus finden Sie hier.

Quelle: MAGS NRW, ZTG
Bildnachweis: ©momius-stock.adobe.com